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BUSCHWINDRÖSCHEN
Pflanzenfamilie dt./Latein
Hahnenfußgewächse / Ranunculaceae
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Pflanzenart dt./Latein
Buschwindröschen / Anemone nemorosa
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Blütezeit
März bis Mai
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Standort
Das Buschwindröschen ist ein typischer Frühjahrsgeophyt der die Krautschicht in Wäldern bildet, während die
Bäume im Frühling noch kein Laub tragen. Da das Buschwindröschen hohe Lichtansprüche hat, findet der gesamte Lebenszyklus der Pflanze im Frühjahr statt. Oft werden große Flächen von dieser gesellig wachsenden Art eingenommen und mit einem weißen Blütenteppich bedeckt. Es werden mäßig frische bis feuchte, nährstoffreiche, tiefgründige, lehmige Böden in sommergrünen Laubwäldern sowie sekundär in mageren Glatthaferwiesen besiedelt.
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Giftig/essbar
Alle Pflanzenteile sind giftig.
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Zeigerwerte
L: 2
T: 3+
K: 3
F: 3
R: x
N: 3
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Beschreibung Pflanze
Blätter:
- Blattform, Blattrand, Blattstellung: Nach der Blütezeit wird ein gestieltes, fingerförmiges Grundblatt ausgebildet. Im oberen Stängeldrittel befinden sich in einem Quirl (Wirtel) angeordnet drei deutlich, mindestens 1 Zentimeter lang gestielte, jeweils handförmig dreiteilige Hochblätter mit grob gesägten Abschnitten. Die Blattabschnitte sind zwei- bis dreimal so lang wie breit. Sie schützen die Blütenknospen und übernehmen so die Funktion des fehlenden Kelches.
Blüte:
- Symmetrie, Blütenstand, Blütenform & Farbe: Der Blütenstiel entspringt der Vereinigung der drei Hochblätter und ist mit zahlreichen kleinen nach oben gekrümmten Haaren besetzt. Die Blüte enthält sechs bis acht (selten: zwölf) weiße, außen leicht rosa getönte Perigonblätter. Sie sind in zwei Kreisen angeordnet. Sie bilden eine länglich-elliptische Form aus. Die Blütenblattspitze ist gewöhnlich gerundet, gelegentlich jedoch auch leicht eingekerbt.
- Staubblätter & Fruchtblätter: Zahlreiche Staubblätter mit weißen Staubfäden und gelben Staubbeuteln umgeben etwa 10 bis 20 unverwachsene, längliche und flaumig behaarte Fruchtblätter. Diese sitzen der leicht gewölbten Blütenachse auf und gehen in einen kurzen und aufwärts gebogenen Griffel über. Analog zur Anzahl der befruchteten Fruchtblätter entwickeln sich in einer Sammelfrucht Nüsschen. Die einsamige Nüsschen sind dicht kurz borstig behaart.
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Besonderheit
Im frischen Zustand ist die Pflanze sowohl für den Menschen als auch für Tiere toxisch. Erst wenn die Pflanzenteile getrocknet sind, sind sie unschädlich, da der enthaltene Giftstoff beim Trocknen umgewandelt wird. Im frischen Zustand schädigt das Buschwindröschen das Verdauungssystem, die Nieren und das Nervensystem
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| Steckbrief Buschwindröschen von Monika Wimmer |
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| Name: Nicole Rittig
Datum: 16.3.2021
Pflanzenfamilie dt./Latein
Veilchengewächse/ Violaceae
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Pflanzenart dt./latein
Duftveilchen/ Viola odorata
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Blütezeit
März bis April
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Standort
Lichte bis halbschattige Plätze, häufig an Waldrändern
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Giftig/essbar
essbar
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Zeigerwerte
L: 5
T: 6
K: 3
F: 5
R: x
N: 8
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Beschreibung Pflanze
Blätter: einfach-zusammengesetzt, Blattform, -rand, -stellung, Behaarung, Farbe,…
Die einfachen, grünen Laubblätter wachsen in einer grundständigen Blattrosette und haben einen auffällig langen Stiel. Sie sind nierenförmig, der Blattrand gekerbt.
Blüte: Symmetrie, Blütenstand, Farbe, Staubblätter, Fruchtknoten
5 violette Kronblätter wachsen zygomorph. Innen sind sie weiß und die Staubblätter sind tieforange.
Stängel:
braungrün, kantig, unbehaart
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Besonderheit
Duftveilchen finden breite Verwendung in der Kulinarik als Sirup, Essig, Dekoration von Salaten, kandiert als Dekoration von Torten oder als Eiscreme. Veilcheneis ist eine österreichische Spezialität und wurde vor allem durch die Beliebtheit bei Kaiserin Elisabeth berühmt.
Duftveilchen werden auch für Parfums verwendet und waren früher eine wichtige Heil- und Arzneipflanze.
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Foto/Zeichnung der Pflanze

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| Name: Nicole Rittig
Datum: 16.3.2021
Pflanzenfamilie dt./Latein
Schwertliliengewächse/Iridaceae
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Pflanzengattung dt./latein
Krokusse/Crocus (sichere Artbestimmung durch Internetquellen und Apps nicht möglich)
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Blütezeit
Meist Februar bis März
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Standort
Warm und sonnig
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Giftig/essbar
unterschiedlich je nach Art
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Zeigerwerte (für Frühlings-Krokus/ Crocus albiflorus
L: 7
T: 3
K: 4
F: 5
R: 5
N: x
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Beschreibung Pflanze
Blätter: einfach-zusammengesetzt, Blattform, -rand, -stellung, Behaarung, Farbe,…
Laubblätter sind einfach, grundständig, lanzettenförmig, unbehaart und grün mit einem weißen Mittelnerv. Der Blattrand ist glatt.
Blüte: Symmetrie, Blütenstand, Farbe, Staubblätter, Fruchtknoten
6 nach oben gerichtete Kelchblätter, radiärsymmetrisch angeordnet. Die Farben können von hellviolett, über gelb und weiß variieren. Der orangefarbene Stempel ist gut sichtbar.
Stängel:
weiß, rund, unbehaart
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Besonderheit
Krokusse sind sehr feinfühlig auf Wetterveränderung. Bei Sonnenschein öffnen sie ihre Blüten, bei geringen Temperaturschwankungen nach unten schließen die Blütenblätter sofort.
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Foto/Zeichnung der Pflanze
Krokus bei warmen Temperaturen (Kelchblätter geöffnet)
Krokus nach Regen und bei niedrigen Temperaturen (Kelchblätter geschlossen)
Laubblätter mit weißem Mittelnerv
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GEWÖHNLICHES LEBERBLÜMCHEN
Pflanzenfamilie dt./Latein
Hahnenfußgewächse /Ranunculaceae
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Pflanzenart dt./Latein
Gewöhnliches Leberblümchen / Hepatica nobilis
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Blütezeit
März bis April
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Standort
Das Leberblümchen kommt vor allem in den Laubwäldern der Nordhalbkugel vor. Es gedeiht auf kalkhaltigen, nährstoff- und mullreichen, sommerwarmen, nicht allzu trockenen, aber keineswegs feuchten, lehmigen, häufig steinigen Waldböden. Es besiedelt in Mitteleuropa vor allem Buchen- und Eichenwälder, es geht aber auch gelegentlich in Nadel-Mischwälder. Besonders häufig kommt es in Kalkbuchenwäldern vor.
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Giftig/essbar
schwach giftig
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Zeigerwerte
L: 2
T: 4
K: 4
F: 2
R: 4
N: 2
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Beschreibung Pflanze
Blätter:
- Grundständige Laubblätter
- Blattform: Blattspreite ist in 3 Lappen geteilt, Umriss ähnelt menschlicher Leber.
- Blattrand: Lappen besitzen abgerundete oder leicht zugespitzte Blattzipfel, sind meist bis zur Hälfte der Blattspreite eingeschnitten.
- Farbe: Die Blattoberseite der leicht ledrigen Blätter ist dunkelgrün gefärbt. Die Blattunterseite ist purpur-violett getönt.
Blüte:
- Symmetrie, Blütenstand, Größe und Farbe: Die Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und besitzen einen Durchmesser von 15 bis 30 mm. Die 6-9 gleich gestalteten Blütenhüllblätter sind blau bis blauviolett gefärbt (selten auch weiß oder purpurfarben)
- Staubblätter & Fruchtblätter: Die Staubblätter sind weiß und umgeben das Blütenzentrum, in welchem sich zahlreiche freie, grün gefärbte Fruchtblätter befinden. Die Fruchtblätter sind außerdem länglich geformt und besitzen eine kopfige Narbe.
Stängel:
- Lange Blattstiele mit dicht glänzender, weißer und weicher Behaarung (bei jungen Blättern)
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Besonderheit
Das Leberblümchen bietet keinen Nektar an, ist aber ein wichtiger Pollenlieferant für Bienen, Käfer und Schwebfliegen. Die Lebensdauer der Blüten beträgt etwa acht Tage.
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| Pflanzensteckbrief
Name: ..Maria Vogel
Datum: 08.04.2021
Pflanzenfamilie dt./Latein
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
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Pflanzenart dt./latein
Leberblümchen (Hepatica nobilis)
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Blütezeit
~März/April
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Standort
Am Besten: kalkhaltigen, nährstoff- und mullreich, sommerwarm
Waldränder, Waldböden
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Giftig/essbar
Giftig
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Zeigerwerte
L4
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Schatten- bis Halbschattenpflanze
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Selten im vollen Licht, meist aber an Standorten mit mehr als 10 % relativer Beleuchtung.
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T6
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Mäßigwärme- bis Wärmezeiger
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Montan bis kollin vorkommende Art. Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa.
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K4
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subozeanische Art
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Hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter. Schwerpunkt des Vorkommens im westlichen bis mittleren Mitteleuropa, kommt ausnahmsweise in West- oder Osteuropa vor.
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F4
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Trocknis- bis Frischezeiger
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Eher an trockenen als an feuchten Standorten anzutreffen.
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R7
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Neutralitätszeiger
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Kommt niemals auf stark sauren Böden vor, toleriert Kalk.
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N5
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Mäßignährstoffzeiger
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Zeigt mäßig n-reiche Standorte an, selten an n-armen oder n-reichen Standorten.
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S0
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nicht salzertragend
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Kommt nur auf salzfreien Böden vor.
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Beschreibung Pflanze
Blätter:
Dreilappige ledrige Blätter, im Jungstadium schwach behaart, lang gestielt
Blüte:
Radiärsymetrische Blüte endständig, je eine Blüte pro Stängel, 6-8zählig hellblaue (selten weiß oder rosa) Strahlenblüten, geschützt durch drei Hochblätter, >20 Staubblätter
Stängel:
Lang gestielt, behaart
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Besonderheit
Fand einst in der Volksheilkunde / Signaturenlehre bei Leberleiden Verwendung.
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Foto/Zeichnung der Pflanze

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| Steckbrief Leberblümchen von Monika Wimmer |
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