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GEWÖHNLICHES LEBERBLÜMCHEN
Pflanzenfamilie dt./Latein
Hahnenfußgewächse /Ranunculaceae
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Pflanzenart dt./Latein
Gewöhnliches Leberblümchen / Hepatica nobilis
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Blütezeit
März bis April
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Standort
Das Leberblümchen kommt vor allem in den Laubwäldern der Nordhalbkugel vor. Es gedeiht auf kalkhaltigen, nährstoff- und mullreichen, sommerwarmen, nicht allzu trockenen, aber keineswegs feuchten, lehmigen, häufig steinigen Waldböden. Es besiedelt in Mitteleuropa vor allem Buchen- und Eichenwälder, es geht aber auch gelegentlich in Nadel-Mischwälder. Besonders häufig kommt es in Kalkbuchenwäldern vor.
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Giftig/essbar
schwach giftig
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Zeigerwerte
L: 2
T: 4
K: 4
F: 2
R: 4
N: 2
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Beschreibung Pflanze
Blätter:
- Grundständige Laubblätter
- Blattform: Blattspreite ist in 3 Lappen geteilt, Umriss ähnelt menschlicher Leber.
- Blattrand: Lappen besitzen abgerundete oder leicht zugespitzte Blattzipfel, sind meist bis zur Hälfte der Blattspreite eingeschnitten.
- Farbe: Die Blattoberseite der leicht ledrigen Blätter ist dunkelgrün gefärbt. Die Blattunterseite ist purpur-violett getönt.
Blüte:
- Symmetrie, Blütenstand, Größe und Farbe: Die Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und besitzen einen Durchmesser von 15 bis 30 mm. Die 6-9 gleich gestalteten Blütenhüllblätter sind blau bis blauviolett gefärbt (selten auch weiß oder purpurfarben)
- Staubblätter & Fruchtblätter: Die Staubblätter sind weiß und umgeben das Blütenzentrum, in welchem sich zahlreiche freie, grün gefärbte Fruchtblätter befinden. Die Fruchtblätter sind außerdem länglich geformt und besitzen eine kopfige Narbe.
Stängel:
- Lange Blattstiele mit dicht glänzender, weißer und weicher Behaarung (bei jungen Blättern)
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Besonderheit
Das Leberblümchen bietet keinen Nektar an, ist aber ein wichtiger Pollenlieferant für Bienen, Käfer und Schwebfliegen. Die Lebensdauer der Blüten beträgt etwa acht Tage.
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| Pflanzensteckbrief
Name: ..Maria Vogel
Datum: 08.04.2021
Pflanzenfamilie dt./Latein
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
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Pflanzenart dt./latein
Leberblümchen (Hepatica nobilis)
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Blütezeit
~März/April
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Standort
Am Besten: kalkhaltigen, nährstoff- und mullreich, sommerwarm
Waldränder, Waldböden
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Giftig/essbar
Giftig
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Zeigerwerte
L4
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Schatten- bis Halbschattenpflanze
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Selten im vollen Licht, meist aber an Standorten mit mehr als 10 % relativer Beleuchtung.
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T6
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Mäßigwärme- bis Wärmezeiger
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Montan bis kollin vorkommende Art. Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa.
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K4
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subozeanische Art
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Hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter. Schwerpunkt des Vorkommens im westlichen bis mittleren Mitteleuropa, kommt ausnahmsweise in West- oder Osteuropa vor.
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F4
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Trocknis- bis Frischezeiger
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Eher an trockenen als an feuchten Standorten anzutreffen.
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R7
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Neutralitätszeiger
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Kommt niemals auf stark sauren Böden vor, toleriert Kalk.
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N5
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Mäßignährstoffzeiger
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Zeigt mäßig n-reiche Standorte an, selten an n-armen oder n-reichen Standorten.
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S0
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nicht salzertragend
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Kommt nur auf salzfreien Böden vor.
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Beschreibung Pflanze
Blätter:
Dreilappige ledrige Blätter, im Jungstadium schwach behaart, lang gestielt
Blüte:
Radiärsymetrische Blüte endständig, je eine Blüte pro Stängel, 6-8zählig hellblaue (selten weiß oder rosa) Strahlenblüten, geschützt durch drei Hochblätter, >20 Staubblätter
Stängel:
Lang gestielt, behaart
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Besonderheit
Fand einst in der Volksheilkunde / Signaturenlehre bei Leberleiden Verwendung.
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Foto/Zeichnung der Pflanze

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| Steckbrief Leberblümchen von Monika Wimmer |
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